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Berufsorientierungsstufe

Berufsorientierung an der Osterholzschule

Die veränderten beruflichen Anforderungsprofile als Folge der technischen Entwicklung sowie die damit einhergehende Neustrukturierung der Ausbildungsberufe hat zur Folge, dass Schüler der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen( und nicht nur diese) immer weniger Chancen haben, im ersten Arbeitsmarkt integriert zu werden. Die bislang „klassischen“ Beschäftigungsfelder unserer Schüler (so denn eine Ausbildung möglich wurde) werden zunehmend von Abgängern der Regelschule besetzt und führen somit zu einer Verdrängung bzw. einem Ausschluss  der Förderschüler aus diesen Bereichen.

Hier muss die Förderschule gegensteuern und ein Konzept entwickeln, welches die Chancen der Schüler bezüglich einer Einbindung in die Erwerbsfähigkeit deutlich verbessert und gleichzeitig die psychosoziale und persönliche Stärkung der gesellschaftlich stigmatisierten Schüler anstrebt.

Die Förderschule muss bereit sein, sich  mit dieser Zielsetzung auseinander zu setzen um tragfähige Konzepte zu entwickeln, zu realisieren und regelmäßig zu evaluieren.  Der Unterricht muss sich unter Berücksichtigung der eingangs dargestellten Veränderungen der Berufswelt inhaltlich und methodisch diesen Gegebenheiten anpassen und sich entsprechend entwickeln.

Dabei darf Unterricht nicht nur allein den Bereich Erwerbstätigkeit fokussieren, vielmehr muss es gelingen, die Schüler zu kritischem und handlungsfähigem Denken  und Handeln zu bringen um zu vermeiden, dass die Schüler nach Verlassen der Schule mehr oder minder orientierungslos  an ihrer persönlichen Lebenssituation scheitern.

Daher bildet der Bereich Berufsorientierung einen integrativen Bestandteil der Entwicklung der Schüler in den Bereichen Stärkung der Persönlichkeit und Vorbereitung auf das gewiss nicht einfache Leben nach Verlassen des Schonraumes Förderschule.

Die daraus resultierenden  Entwicklungsschwerpunkte stellen sich wie folgt dar:

  • Kennenlernen und Gestalten  von realen Arbeitssituationen
  • Praktisches Herstellen von Produkten sowie Erbringung von Dienstleistungen
  • Sinnvolle Freizeitgestaltung
  • Auseinandersetzung mit möglicher Erwerbsunfähigkeit (Arbeitslosigkeit)
  • Gestaltung von Wohnsituationen, Partnerschaften
  • Hilfen zur Selbsthilfe
  • Erwerb und Festigung von Schlüsselqualifikationen
  • strukturierte Arbeit mit dem Berufswahlpass ab Klasse 7
  • Einbindung der OloV-Qualitätsstandards in die Berufsorientierung

Ein weiterer Baustein des Berufsorientierungskonzeptes besteht in der Einbindung und Vernetzung mit außerschulischen Kooperationspartnern wie etwa

  • die beruflichen Schulen
  • frei Träger
  • Agentur für Arbeit
  • Berufsbildungswerk
  • Handwerksbetriebe der Region

Im Rahmen dieser Kooperationen werden regelmäßige Praxistage in beruflichen Schulen und/oder Betrieben der Region eingerichtet.

Die Kooperation mit den beruflichen Schulen basiert auf Gegenseitigkeit, d.h. es findet ein Austausch zwischen Lehrern der beruflichen  Schule(n) und der Osterholzschule statt. Der(Die) Lehrer der Osterholzschule fungiert nicht als Begleitung „seiner“ Schüler sondern übernimmt Lehraufgaben in Eibe-Klassen.

Kompetenzfeststellungsverfahren werden in Kooperationen mit den entsprechenden freien Trägern durchgeführt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, diese Verfahren im Rahmen eines 3-wöchigen Praktikums durchzuführen. In der Regel kommt Hamet 2 zum Einsatz.

Mittlerweile ist KomPo 7 verbindlich als Kompetenzfestellungsverfahren vorgeschrieben.Da jedoch KomPo 7 an Bedingungen und Szenarien der Regelschule orientiert ist, wird nicht nur in der Osterholzschule die Sinnhaftigkeit eines derartigen Kompetenzfestellungsverfahrens in der Jahrgangstufe 7 der Förderschule diskutiert.Die Stufenkonferenz ist daher zu dem Entschluss gekommen,KomPo7 ab der Jahrgangsstufe 8 durchzuführen und gleichfalls den durchführenden Träger (VSB) zu bitten, dieses Verfahren an die Bedingungen einer Förderschule anzugleichen.

 

Berufseinstiegsbegleitung

Seit mehreren Jahren ist die Berufseinstiegsbegleitung ein fester Bestandteil des BO-Konzeptes.Schülerinnen und Schüler ab der 8.Klasse werden im Hinblick auf deren berufliche Orientierung von der Berufseinstiegsbegleitung unterstützt und durch verschiedene Maßnahmen (Hilfe bei der Praktikumsaquise und Betreuung, Festigung beruflicher Wünsche und Begleitung auch nach Abschluss der Schule) betreut. Die Berufseinstiegsbegleitung hat sich mittlerweile als wertvoller und unterstützender Bereich in das BO-Konzept der Osterholzschule integriert.

Berufsorientiert in Arbeit (BoA)

Seit dem Schuljahr 2014/15 ist die Osterholzschule in das Programm Berufsorientiert in Arbeit eingebunden und kooperiert mit dem freien Träger Jafka. Die inhaltliche Ausrichtung dieser Maßnahme gestaltet sich wie folgt:

Die Phasen der Unterstützung:

 In der ersten Phase bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres werden bis zu 25 Schülerinnen und Schüler in den beteiligten Klassen der jeweiligen Schulen berufsorientierend unterstützt.

 In der zweiten Phase bis zum Schuljahresende erhalten 15 junge Menschen aus den H10-Klassen eine vertiefte Berufsorientierung. Hierbei werden verschiedene Maßnahmen mit differenzierten inhaltlichen Schwerpunkten angeboten.

Zu den Angeboten zählen:

  • Potenzialanalyse, Assessmentcenter
  • Praktika, Betriebserkundungen, Berufsorientierung in unterschiedlichen Arbeitsfeldern
  • Vermittlung berufsfeldbezogene Basisqualifikationen
  • Entwicklung und Förderung der sog. sozial-kommunikativen Fähigkeiten unter Anwendung aktueller Methoden der Jugendsozialarbeit
  • Ganzheitlicher Ansatz unter Einbeziehung der Eltern und des sozialen Umfeldes
  • Individuelle Berufswegeplanung, Bewerbermotivation, Bewerbungstraining, Bewerbungsbegleitung, Individual-Coaching
  • Unterstützung bei einer passgenauen Ausbildungsplatzsuche bzw. Kontaktaufbau zu Betrieben
  • Begleitung/Überleitung in den Ausbildungsbetrieb
  • Unterrichtsbegleitende Unterstützung des Lehrpersonals

Aufsuchende Sozialarbeit zur Einbeziehung des sozialen Umfeldes in den Berufsfindungsprozess

eine kürzlich durchgeführte Evaluation war sehr positiv und die Osterholzschule wird gemeinsam mit Jafka in ein weiteres Jahr BoA gehen!

 

Projektprüfung

Die im Rahmen der Verordnung durchzuführende Projektprüfung  als Bestandteil des berufsorientierten Schulabschlusses folgt dem anliegenden Zeitplan:

Ab Dezember: Themenfindung

Februar: Einreichung und Genehmigung der Projektthemen (Kl-Lehrer,BOS-Leiter)

Februar-Mai: Vorbereitung der Präsentationen(Durchführungsphase)

Schulische Unterstützung 1x wöchentlich 2Stunden im Nachmittagsunterricht)

Eine Woche vor der Prüfung: Vorbereitung des Raumes(Medien tec.)

Mitte Mai: Projektprüfungen

Prüfungskommission: Klassenlehrer ,BOS-Leiter und nach Möglichkeit. Mitglied der Schulleitung

Formblatt: Beurteilungskriterien ,Beobachtungsbogen  und Zertifikat

 

Die diesjährige ( SJ 2014/15) Projektprüfung wird jedoch zum ersten Mal extern durchgeführt: In Kooperation mit einem freien Träger(Jafka) durchlaufen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 ein weiteres 3-wöchiges Praktikum im Rahmen des Projektes „Probierwerkstatt und Werkstattphase“ nach dessen Abschluss die Projektprüfung beim freien Träger durchgeführt wird.  Die Schülerinnen und Schüler präsentieren dort die Planung, Organisation und Durchführung verschiedener Projekte, die  jeweils in 3-er Gruppen erarbeitet werden. Dies stellt  im Vergleich zur bisherigen Projektprüfung einen deutlich höheren Stellenwert dar und hat einen unmittelbaren Bezug zur praktischen Arbeit.

Die anschließende Evaluation dieses externen Projektes soll die Frage beantworten, ob es zukünftig sinnvoll ist, diese Art von Projektprüfung weiter zu entwickeln und als festen Bestandteil in das Berufsorientierungskonzept der Osterholzschule zu verankern.

Dies ist mittlerweile geschehen und hatte ein überaus positives Ergebnis bei allen Beteiligten-den Schülerinnen und Schülern, dem Kooperationspartner(Jafka) sowie Eltern und Lehrern. Mehr dazu im entsprechenden Bericht unter Termine/Aktuelles.

 Curriculum der Bo-Stufe der Osterholzschule

 

Ziel Bisherige Vorhaben Maßnahmen Indikatoren Evaluation (intern) Zeitraum Ressourcen

 

Systematisierung der Arbeit mit dem Berufswahlpass Klasseninterne Arbeit Verbindlicher Inhalt Standardisierung der Inhalte BO-Konferenz, Förderplan Zum SJ 2015/16 Berufswahlpass
Einbindung KomPo 7 Infoveranstaltung VSB u. Fortbildung Kontaktaufnahme VSB, Terminvereinbarung Durchführung KomPo 7 Zertifikat Durchführung KomPo 7 (06/2014) 2.Hj SJ 2014/15 VSB,AK Schule-Wirtschaft Kassel
Angleichung KomPo 7 an Bedingungen der Förderschule Gespräche mit VSB und Schulamt Arbeitsgruppe durch Schulamt KomPo 7 in modifizierter Form BO-Konferenz SJ 2016/17 VSB,HKM
Langzeitpraktikum Thematisierung BO-Konferenz und Gesamtkonferenz Praktikumsaquise, Kontakte zur Handwerkskammer Regelmäßige Einbindung in den Stundenplan Beurteilung der Praktika Zum SJ 2016/17 Kontakte zu Betrieben
Inhaltliche und formale Strukturierung der Blockpraktika Beschluss BO-Stufe und Gesamtkonferenz Zeitraum: 3 jeweils 3 Wochen Klasse 8 und 9 mit vorgeschalteter PA Berufsfelder: Holz, Farbe, Metall, Hauswirtschaft, Gartenbau, Lager und Logistik,  Elektro  Nachhaltige Implementierung in die BO-Konzeption Rückmeldung an Schüler und Eltern über Verlauf des Praktikums und Ergebnisse der PA Ab SJ 2012 Kooperierende Träger (Lichtenau e.V.),  TBZ, SBH, Jafka
Stärkere der Einbeziehung der Eltern in die Abläufe der BO Elternabende, Eltern-Infobriefe Kontinuierlicher Informationsaustausch Rückmeldung durch die Eltern BO-Konferenz Ab SJ 2014/15 Klassenlehrer in Verbindung mit BO Leitung
Klassenübergreifende Lernzeiten im BO-Bereich Thematisierung und Vorbereitung Pädagogische Tage Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes Verankerung der Konzeption im Stundenplan BO-Konferenz Ab SJ 2016/17 Personelle Erweiterung             ( externe Fachleute/BoA)
Erweiterung der Sozialkompetenz Thematisierung BO Konferenz Sozialkompetenztraining,   Sensibilisierung für Schlüsselqualifikationen Transferleistungen der Schüler Rückmeldung aus Praktikumsbetrieben

 

Klassenlehrer

Förderplan

Ab SJ 2012 Lichtenau e.V., Jafka, SBH

 

 

 

 

Ziel Bisherige Vorhaben Maßnahmen Indikatoren Evaluation (intern) Zeitraum Ressourcen
Fortsetzung Projekt  ”Berufsorientiert in Arbeit”(BoA) Ergebnis Evaluation und  Beschluss Weiterführung Fortsetzung Sozialkompetenztraining Transferleistungen der Schüler BO-Konferenz, Jafka Ab SJ 2015/16 Jafka und Klassenlehrer
Fortsetzung Berufseinstiegsbegleitung Implementierung der Berufseinstiegsbegleitung für Schüler der Klassen 8 und 9 Weiterführung unter Einbeziehung der Evaluation Rückmeldung der Schüler und Eltern Periodische Evaluation mit beteiligten Klassenlehrern, Berufseinstiegsbegleitern und deren Träger Ab SJ 2009 Träger der Berebs (Berufseinstiegsbegleiter), Klassenlehrer

 

Einbindung der Schüler in die Abläufe der Caféteria Beschluss der Gesamtkonferenz Reaktivierung der Caféteria Umsetzung des Konferenzbeschlusses Schülerrückmeldungen Ab 2.HJ 2015/16 Vorhandene Räumlichkeiten
Detaillierte Heranführung der Schüler an die Berufs-und Arbeitswelt Planung und Konzeption Projektwoche “Beruf  und Arbeit“ Rückmeldung durch Schüler, Eltern und beteiligte Personen ( auch externe) BO-Konferenz Ab 2.HJ 2015/16 Externe Personen aus Betrieben und Handwerk
Sensibilisierung der Schüler für nicht-geschlechtsspezifische Berufe Planung BO Konferenz Girls-und Boys-Day Entscheidung bei der Wahl des  Praktikums-bzw.  Ausbildungsplatzes Rückmeldung der Schüler und Praktikumsbetreuer Ab 2.HJ 2015/16 Betriebe, Firme

 

Ziel Bisherige Vorhaben Maßnahmen Indikatoren Evaluation (intern) Zeitraum Ressourcen
Weiterentwicklung der Projektprüfung als Abschluss eines unter realen Bedingungen hergestellten Produktes Kooperation mit einem Träger (Jafka) und Erstellung einer entsprechenden Konzeption Planung, Organisation, Herstellung des Produktes und Präsentation des Herstellungsprozesses und des Arbeitsergebnisses im Betrieb bzw. beim Träger Fertiges  Produkt und positives Ergebnis der Projektpräsentation Auswertung des Prüfungsergebnisses 2 HJ SJ 2014/15 BOA, Jafka
Fortführung der externen Projektprüfung Positive Durchführung der bisherigen Projektprüfung (5/2015) Planung, Organisation, Herstellung des Produktes und Präsentation des Herstellungsprozesses und des Arbeitsergebnisses im Betrieb bzw. beim Träger Fertiges Produkt und positives Ergebnis der Projektpräsentation Auswertung des Prüfungsergebnisses 2 HJ SJ

2015/16

BOA, Jafka

 

 

 

 


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